Familienausflug zur Hornisgrinde: Wanderung vom Mummelsee auf den höchsten Berg im Nordschwarzwald

Veröffentlicht am 9. September 2026 um 14:45

Zwei Wochen zuvor war ich mit Lina alleine am Mummelsee unterwegs. Dieser Ausflug hat uns beiden so gut gefallen, dass eigentlich direkt feststand: Wir kommen bald wieder. Aber beim nächsten Mal mit Papa. Und wenn wir schon wiederkommen, dann wollten wir diesmal auch mehr sehen. Nicht „nur“ den Mummelsee, sondern ganz nach oben zur Hornisgrinde, dem höchsten Berg im Nordschwarzwald.

Also sind wir an diesem Sonntag wieder ganz früh morgens zu dritt losgefahren. Unser Ziel: der Mummelsee und von dort aus hoch zur Hornisgrinde. Wir waren wieder gegen 9 Uhr am Mummelsee. Dieses Mal haben wir auf dem Parkplatz Mummelsee geparkt. Als wir ankamen, waren wir tatsächlich erst das zweite Auto auf dem Parkplatz. Ich liebe es einfach, früh unterwegs zu sein. Gerade bei beliebten Ausflugszielen wie dem Mummelsee merkt man später am Tag doch sehr deutlich, wie schnell es voll wird. Wir haben unsere Sachen aus dem Auto gepackt und sind über die Hauptstraße in Richtung Mummelsee gelaufen.

Dieses Mal haben wir allerdings keine Runde um den See gedreht. Unser Ziel war ja die Hornisgrinde. Deswegen ging es direkt nach oben in Richtung Mummelseeblick. Und auch diesmal hatten wir mit dem Wetter richtig Glück. Allerdings war es deutlich kühler als bei unserem letzten Besuch. Und ganz ehrlich, das war richtig angenehm. Zwar mussten wir zwischendurch immer mal wieder unsere Fleecejacken anziehen, aber mir ist das definitiv lieber, als mich beim Wandern halb totzuschwitzen.

Am Mummelseeblick angekommen, haben wir erst einmal eine kleine Pause gemacht. Etwas essen, etwas trinken und einfach kurz genießen. Wir haben zu dritt die Aussicht genossen und den Moment auf uns wirken lassen. Ich finde, genau dafür sind solche Ausflüge da. Nicht nur um möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern zwischendurch auch einfach mal stehenzubleiben und zu schauen. Danach ging es weiter. Und zwar ziemlich steil nach oben.

Unser Weg führte weiter in Richtung Grinde-Hütte und Hornisgrindeturm. Der Anstieg war tatsächlich steiler, als ich vorher gedacht hatte. Aber trotzdem gut machbar. Auch Lina hat das richtig toll gemacht. Oben angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass sowohl der Hornisgrindeturm als auch die Grinde-Hütte noch geschlossen waren. Beide öffnen erst um 10:30 Uhr. Da wir sowieso eine kleine Rast machen wollten und Lina sich schon auf ein Eis gefreut hatte, haben wir die Wartezeit einfach genutzt. Wir haben uns in die Sonne gesetzt, die Aussicht genossen und ein bisschen verschnauft. Und dann war es endlich 10:30 Uhr.

Wir sind in die Grinde-Hütte und auf die kleine Sonnenterrasse gegangen. Und ich muss sagen, die Hütte hatte ich mir irgendwie ganz anders vorgestellt. Ich hatte mit einer klassischen, gemütlichen Wanderhütte gerechnet. Stattdessen ist die Grinde-Hütte ziemlich modern und schick. Alles wirkt sehr neu und gepflegt. Eigentlich ist es eher ein Restaurant als das, was ich mir unter einer typischen Wanderhütte vorstelle. Wir haben etwas getrunken, ein bisschen auf der Sonnenterrasse gesessen und natürlich die Aussicht genossen. Und Lina hat ihr wohlverdientes Eis bekommen. Danach ging es für uns aber auch schon wieder weiter.

Unser nächstes Ziel war der Bismarckturm auf der Hornisgrinde. Auf dem Weg dorthin haben wir allerdings gesehen, dass einer der beiden Wege durch eine Baustelle gesperrt war. Was dort genau gemacht wird, wissen wir leider nicht. Also haben wir einfach den anderen Weg genommen. Oben angekommen ist die Landschaft ganz anders als beim Aufstieg. Alles ist viel ebener und es gibt kaum noch Steigungen. Und genau das macht diesen Teil der Wanderung so schön. Man läuft durch diese besondere Landschaft auf der Hornisgrinde und mitten durch das Hochmoor. Ich war wirklich total begeistert davon, wie schön es dort oben ist. Diese Farben, die verschiedenen Pflanzen und diese ganz besondere Moorlandschaft. Einfach wunderschön.

Lina und ich wollten natürlich auch noch auf den Bismarckturm. Über eine schmale Wendeltreppe ging es nach oben. Der Turm ist tatsächlich ziemlich klein und der Aufstieg ist schnell geschafft. Trotzdem fanden wir es toll, einmal oben gewesen zu sein und die Aussicht von dort zu genießen. Danach ging es wieder nach unten.

Und jetzt standen wir vor der Frage: Nehmen wir den gleichen Weg zurück zum Mummelsee oder probieren wir einen anderen Weg aus? Wir hatten auf dem Hinweg bereits gesehen, dass es auf der anderen Seite des Berges noch einen weiteren Weg geben musste. Also haben wir uns die Wegweiser angeschaut und uns für die zweite Variante entschieden. Und darüber waren wir im Nachhinein richtig froh.

Der Weg auf der anderen Seite war nämlich wirklich wunderschön. Irgendwann wurde aus dem normalen Wanderweg ein Holzbohlenweg durch das Hochmoor. Und ich glaube, das war für mich einer der schönsten Teile unserer Wanderung. Mitten durch diese besondere Landschaft zu laufen, war einfach toll. Überall diese kleinen Pflanzen, die Gräser, die Farben und die Ruhe. Man fühlt sich fast ein bisschen, als wäre man irgendwo ganz weit weg. Dabei waren wir eigentlich „nur“ auf der Hornisgrinde.

Irgendwann war es dann allerdings vorbei mit dem gemütlichen Holzbohlenweg. Der Weg führte teilweise ziemlich steil nach unten und wurde zu einer regelrechten Stein- und Felsstrecke. Hier mussten wir wirklich gut darauf achten, wohin wir treten. Ich glaube tatsächlich, dass dieser Weg nach oben deutlich angenehmer zu laufen wäre als bergab. Gerade mit Kindern sollte man hier schon etwas aufpassen. Aber gut, wir waren nun einmal dort und haben das Beste daraus gemacht. Und irgendwie hatte die Strecke trotz der Anstrengung auch ihren Reiz. Sie war abwechslungsreich, ein bisschen abenteuerlich und Lina hatte ebenfalls ihren Spaß daran.

Irgendwann waren wir dann endlich wieder unten am Mummelsee. Und plötzlich war es, als wären wir in einer komplett anderen Welt. Während wir morgens gegen 9 Uhr fast alleine unterwegs waren, war der Mummelsee inzwischen richtig voll. Man hat sofort gemerkt: Es ist Sonntag. Und genau das hat mich wieder einmal darin bestätigt, dass ich es einfach liebe, früh zu einem Ausflugsziel aufzubrechen. Morgens ist es ruhig, man kann in aller Ruhe laufen und die Natur genießen. Später kommen immer mehr Menschen und irgendwann ist von der Ruhe nicht mehr ganz so viel übrig. Für mich ist deshalb ganz klar: Lieber früh aufstehen und losfahren.

Alles in allem waren wir ungefähr von 9 Uhr bis 13 Uhr rund um den Mummelsee und auf der Hornisgrinde unterwegs. Und es war wirklich richtig schön. Uns allen dreien hat die Wanderung super gefallen und wir können einen Ausflug zum Mummelsee und zur Hornisgrinde wirklich empfehlen. Gerade die Kombination aus Mummelsee, Aussichtspunkten, Hornisgrindeturm, Bismarckturm und der wunderschönen Hochmoorlandschaft macht die Gegend zu einem tollen Ausflugsziel im Nordschwarzwald für Familien. Man sollte allerdings gerade beim Abstieg auf dem steinigen Weg etwas vorsichtig sein.

Zurück am Mummelsee durfte Lina natürlich noch ein bisschen auf dem Spielplatz toben. Denn egal, wie schön die Natur und die Wanderung sind: Spielplätze gehen bei Lina einfach immer. Sie liebt sie. Und dann ging es für uns wieder nach Hause. Am Nachmittag waren wir schon wieder daheim und konnten den restlichen Tag gemütlich zu Hause verbringen. Und ganz ehrlich? Genau so liebe ich unsere Wochenenden. Morgens früh aus dem Haus, gemeinsam etwas erleben, neue Orte entdecken, wandern, die Natur genießen und am Nachmittag wieder zu Hause auf dem Sofa sitzen und einfach entspannen. Ein Wochenende ganz nach meinem (unserem) Geschmack.