Wildline Bad Wildbad – Ausflug zur Hängebrücke im Nordschwarzwald

Veröffentlicht am 11. September 2026 um 20:35

Es sind immer noch Sommerferien und ich hatte noch Urlaub und da wollte ich natürlich die Zeit nutzen und noch etwas Schönes mit Lina unternehmen. Da wir gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen waren, sollte es aber nichts sein, für das wir ewig mit dem Auto unterwegs sein mussten. Und so kam mir die Wildline in Bad Wildbad in den Sinn. Die Hängebrücke auf dem Sommerberg im Nordschwarzwald kannten wir schon. Mein Mann und ich waren tatsächlich schon einmal dort – 2019, damals war ich mit Lina schwanger. Seitdem waren wir allerdings nicht mehr dort. Lina selbst kannte die Wildline also noch gar nicht. Ich dachte mir, dass sie inzwischen alt genug ist und so ein Ausflug bestimmt spannend für sie sein könnte.

Von uns aus ist Bad Wildbad mit dem Auto schnell erreicht. Wir brauchen ungefähr 20 Minuten, von Pforzheim aus sind es etwa 30 Minuten. Man kann auch direkt mit dem Auto auf den Sommerberg fahren, wo sich die Wildline befindet. Allerdings ist der Parkplatz dort oben gerade an schönen Tagen schnell voll. Deshalb parken wir bei unseren Ausflügen nach Bad Wildbad meistens im Parkhaus P1 Stadtmitte. Das hat für uns bisher immer gut funktioniert. Die ersten 60 Minuten sind kostenlos, danach kostet jede angefangene Stunde 2 Euro. Vom Parkhaus aus läuft man etwa 10 bis 15 Minuten durch Bad Wildbad bis zur Talstation der Sommerbergbahn. Der Weg ist gemütlich und man kommt dabei noch ein bisschen durch die kleine Innenstadt. Bad Wildbad gefällt uns mit seinen kleinen Geschäften, Restaurants und Bars sowieso ganz gut.

An der Talstation haben wir uns dieses Mal direkt ein Kombiticket für die Sommerbergbahn und die Wildline gekauft. Für Lina und mich haben wir zusammen 26 Euro bezahlt. Wir hatten dabei sogar Glück: Kurz nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten, kam schon die nächste Bahn. Die Fahrt mit der Sommerbergbahn nach oben ist wirklich schön und dauert auch gar nicht so lange. Während der Fahrt kann man immer wieder den Blick über Bad Wildbad genießen.

Oben angekommen, gibt es direkt an der Bergstation eine öffentliche Toilette sowie ein Restaurant mit Biergarten und Kiosk. Von hier aus ist der Weg zur Wildline eigentlich ganz einfach. Man läuft immer geradeaus und folgt den gut ausgeschilderten Wegen. Zuerst kommt man am Eingang des Baumwipfelpfades vorbei und folgt anschließend immer den Schildern Richtung Hängebrücke. Zwischendurch läuft man sogar immer wieder unter dem Baumwipfelpfad hindurch. Der Weg führt außerdem durch den Wald und durch den Märchenwald.

Was wir allerdings ein bisschen unterschätzt hatten: Der Weg bis zur Wildline ist schon ein gutes Stück. Für kleinere Kinder, die noch nicht so weit laufen können, sollte man das auf jeden Fall vorher bedenken. Man muss schon einigermaßen gut zu Fuß sein, denn gerade durch den Wald kommen doch einige Meter zusammen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnern konnte, wie lang der Weg tatsächlich ist. Und auch Lina war irgendwann nicht mehr ganz so begeistert davon, dass wir gefühlt immer noch weiterlaufen mussten. Dabei ist der Weg an sich wirklich schön. Unterwegs gibt es mehrere Märchen-Stationen, an denen man kleine Aufgaben machen oder sich ein Märchen anhören kann. Für kleinere Kinder ist das bestimmt eine nette Abwechslung. Lina fand die Stationen allerdings eher langweilig und wollte irgendwann einfach nur noch zur Hängebrücke.

Irgendwann war es dann aber geschafft und wir standen vor der Wildline. Direkt am Eingang gibt es ein kleines Häuschen mit Souvenirs, Getränken und einer Toilette. Wer noch keine Eintrittskarte hat, kann diese entweder an einem Automaten oder direkt im Häuschen kaufen. Mit dem Ticket geht es anschließend durch ein Drehkreuz und dann steht man auch schon vor der großen Hängebrücke.

Die Wildline hat eine Spannweite von 380 Metern. Und ich kann euch sagen: Wenn man erst einmal darauf steht, fühlt sich das schon ziemlich beeindruckend an. Die Brücke bewegt sich beim Laufen nämlich ordentlich. Dazu kommt der Gitterboden, durch den man permanent direkt nach unten schauen kann. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich das wirklich gut überlegen. Für mich war es definitiv eine kleine Herausforderung und ich war ehrlich gesagt ziemlich froh, als ich auf der anderen Seite wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Lina dagegen fand das Ganze natürlich unglaublich spannend. Für sie war die Hängebrücke definitiv das Highlight des Ausflugs.

Am anderen Ende der Brücke befinden sich wieder Drehkreuze. Mit dem Ticket kann man auf jeder Seite einmal hinein und wieder hinaus. Man kann also auf der anderen Seite aus dem Drehkreuz raus und anschließend noch weiterwandern. Wir sind noch ein kleines Stück weitergelaufen und kamen an einer Holzhütte vorbei, von der aus wohl regelmäßig Paraglider oder Ähnliches starten. An diesem Tag war dort allerdings niemand unterwegs.

Dafür fanden wir eine richtig schöne Bank mit Tisch und hatten von dort einen tollen Blick zurück auf die Wildline. Hier haben wir erst einmal eine kleine Pause gemacht. Und natürlich mussten wir anschließend wieder zurück – denn Lina wollte auf keinen Fall den Weg außen herum durch den Wald nehmen. Sie wollte unbedingt noch einmal über die Brücke. Also ging es wieder auf die Wildline. Beim zweiten Mal war es für mich schon etwas entspannter. Trotzdem war ich wieder ziemlich froh, als wir festen Boden unter den Füßen hatten. Lina fand es dagegen einfach nur cool.

Nach der zweiten Überquerung ging es wieder den kompletten Weg durch den Wald zurück. Und spätestens jetzt war Lina wirklich platt. Sie hatte überhaupt keine Lust mehr zu laufen und ich konnte es ihr ehrlich gesagt auch nicht verdenken. Der Hin- und Rückweg zur Wildline ist einfach nicht ganz ohne, vor allem wenn man zwischendurch noch über die Hängebrücke läuft. Wir wollten eigentlich am Kiosk am Ende des Baumwipfelpfades noch etwas essen und trinken. Dort war allerdings eine ziemlich lange Schlange und alles ging gefühlt nur sehr langsam voran. Wir hätten mit Sicherheit eine halbe Stunde oder noch länger warten müssen – und darauf hatten wir keine Lust. Also liefen wir einfach weiter bis zur Bergstation der Sommerbergbahn.

Und das war im Nachhinein auch die bessere Entscheidung. Der Kiosk dort oben hatte ebenfalls geöffnet und hier war kaum etwas los. Wir kamen sofort dran und hatten außerdem deutlich mehr und schönere Sitzmöglichkeiten. Also konnten wir ganz entspannt etwas essen und trinken und erst einmal wieder ein bisschen zu Kräften kommen. Danach ging es zur Bergstation der Sommerbergbahn und ungefähr zehn Minuten später kam auch schon unsere Bahn nach unten. Unten angekommen, liefen wir wieder direkt zum Parkhaus und machten uns auf den Heimweg. Am Nachmittag waren wir schon wieder zu Hause.

Es war insgesamt ein richtig schöner Vormittag. Das Wetter war mega gut und die Wildline ist auf jeden Fall ein beeindruckendes Ausflugsziel im Nordschwarzwald. Besonders schön fanden wir natürlich die Hängebrücke selbst. Die 380 Meter lange Wildline ist definitiv etwas Besonderes und für Lina war es ein echtes Abenteuer. Was man unserer Meinung nach aber wissen sollte: Der Weg von der Bergstation bis zur Wildline und wieder zurück ist ziemlich lang. Für kleinere Kinder kann das deshalb schnell anstrengend werden. Gerade wenn die Kinder noch nicht gewohnt sind, längere Strecken zu laufen, sollte man das bei der Planung berücksichtigen. Für uns war es trotzdem ein gelungener Familienausflug nach Bad Wildbad – auch wenn Lina am Ende ziemlich müde war. Und wer weiß, vielleicht dauert es dieses Mal nicht wieder sieben Jahre, bis wir zur Wildline zurückkommen.