Aktuell ist es ja so, dass wir unbedingt so gut es geht noch das gute Wetter ausnutzen möchten. Ich versuche immer ein Ausflugsziel zu finden, für das wir nicht all zu weit mit dem Auto weg fahren müssen. Das gestaltet sich nur manchmal schwer, da mir immer Orte gefallen, die weit weg sind.
An diesem Wochenende haben wir uns dann für einen Tagestrip nach Baden-Baden entschieden. Baden-Baden ist von Hirsau aus ca. 1,5 Stunden entfernt. Also noch relativ gut machbar. Der Fahrtweg ist eigentlich auch recht interessant, da man durch einige echt schöne Orte fahren muss, wie zum Beispiel Bad Herrenalb, Dobel oder Gernsbach. Während der Fahrt haben wir uns gleich schon weitere mögliche Ausflugsziele gemerkt.
Als Ziel für Baden-Baden habe ich ins Navi das Parkhaus Kurhausgarage eingegeben. Ich habe versucht mich über Google-Maps und über die Website der Stadt Baden-Baden ein wenig zu informieren. Wie sich an diesem Tag dann herausgestellt hat, ist es wirklich das perfekte Parkhaus um Baden-Baden zu erkunden. Von dort aus ist man gleich im Geschehen (Casino, Trinkhalle, Kurhaus Kolonnaden). Außerdem ist man in einer Minute zu Fuß in der Innenstadt mit zahlreichen Geschäften, Cafés und Restaurants.
💶 jede angefangene Stunde kostet in der Kurhausgarage 3€.
Nachdem wir den Weg aus dem Parkhaus gefunden hatten, sind wir als erstes zur Trinkhalle gelaufen. Ins Kurhaus sind, bzw. konnten, wir nicht, da an diesem Samstag die Olympiawahl in Baden-Baden stattfand. Dies wussten wir leider nicht, als wir uns von zu Hause aus auf den Weg gemacht hatten. Und das, obwohl ich extra noch auf der Website von Baden-Baden nachgeschaut hatte, ob an diesem Samstag irgendetwas Außergewöhnliches stattfindet. Nichts war dort angegeben. Im Nachhinein hätten wir das schon gerne vorher gewusst. Gerade im Bereich Kurhaus und Kolonnaden war richtig viel Trubel und ein großer Andrang. Wir haben uns dann aber erst einmal in aller Ruhe die Trinkhalle angeschaut. Danach sind wir zurück zu den Kolonnaden gelaufen um von dort aus zu Fuß zum Rosenneuheitengarten zu laufen. Den hatte ich mir vorher im Internet angeschaut und fand das es dort total schön aussieht. Ich wollte unbedingt hin. Natürlich auch mit dem Gedanken schöne Fotos zu machen, vor allem auch mit Lina.
Von den Kurhaus Kolonnaden aus läuft man eigentlich immer nur die Werderstraße gerade aus, am Hotel Maison Messmer vorbei. Dann muss man in den Beutigweg abbiegen und das Leute ist echt ne krass steile Straße. Meine Familie hat mich dafür verflucht. Aber das wusste ich vorher nicht, dass die Straße so dermaßen steil nach oben geht. Bis wir oben waren, waren wir alle echt kaputt und verschwitzt. Naja, aber dann war auch gleich der Rosengarten da.
Wichtig: Der Rosenneuheitengarten kostet Eintritt. Pro Erwachsener 2€. Kinder sind kostenfrei. Ihr benötigt unbedingt Münzgeld oder kleine Scheine. Karte und große Scheine gehen leider nicht!
Der Eintrittspreis von 2 Euro ist vollkommen fair. Allerdings habe ich mir den Garten von den Fotos her ein bisschen spektakulärer vorgestellt. Ja, es ist ein schöner, kleiner, sauberer Rosen- und Pflanzengarten. Es gibt ein paar kleine Sitzgelegenheiten und natürlich ist jede Rose mit ihrem Namen beschriftet. Aber irgendwie wars auch ein wenig langweilig. Vor allem ist man permanent in der prallen Sonne. Also bei Temperaturen über 30° ist es glaube nicht wirklich angenehm, sich dort aufzuhalten. Es gibt auch keine Möglichkeit dort oben sich etwas zu Trinken oder zu Essen zu holen. Dort gibt es nämlich nichts. Kein Café, kein Kiosk, gar nichts. Die Sache war dann auch recht schnell erledigt und wir sind dann wieder über die steile Straße nach unten in Richtung Stadt gelaufen.
Wir hatten alle mega Durst und wollten vielleicht auch ne Kleinigkeit essen. Wir hatten ja wieder mega Glück mit dem Wetter. Es war richtig warm und strahlender Sonnenschein.
Es war mittlerweile recht voll in der Innenstadt und so richtig wussten wir auch nicht, wo wir hingehen sollten. Wir wussten ja nicht, wo es gut ist und wo nicht. Also sind wir quasi ins erst beste Lokal, welches direkt an der Oos liegt. Es befindet sich gleich rechts, wenn man von den Kolonnaden aus über die Reinhard Fieser Brücke läuft. Und wie groß kann ein Zufall sein? Dieses Lokal heißt einfach „Little Lina’s“ (keine Werbung, selbst bezahlt). Das fanden wir alle richtig cool. Das Lokal ist richtig stylisch und modern eingerichtet. Die Speisekarte (Frühstück) liest sich richtig gut. Es ist auch eher etwas fancy, also nichts Traditionelles. Und die Preise sind schon recht hoch, muss man wirklich sagen. Aber es hat alles super geschmeckt und der Service und die Atmosphäre waren top.
Danach sind wir ein Stück durch die Lichtentaler Alle gelaufen. Die vielen alten Brücken sind echt richtig schön. Die Parkanlage ist schön angelegt und sauber. Für kleine Kinder aber tatsächlich eher langweilig. Zumindest auf diesem Stück, auf dem wir waren. Wir sind vom Little Lina’s bis zur Schillerbrücke gelaufen und dann über die Schillerstraße wieder zurück zur Innenstadt. Diese ganzen alten und historischen Gebäude in Baden-Baden sind schon wirklich beeindruckend und schön anzuschauen. Es gibt der Stadt diesen besonderen Flair. Wir sind dann über den Augustaplatz zum Spielplatz Buberlbrunnen. Das ist ein kleiner, eher ungepflegter Spielplatz. Aber Lina fands cool.
Von dort aus sind wir dann wieder zu den Kurhaus Kolonnaden gelaufen, weil wir eigentlich eine kleine Stadtrundfahrt mit dem City Train machen wollten. Wir hatten den Zug mehrfach an diesem Tag gesehen und Lina hatte da richtig Lust drauf. Aber als wir dort waren, waren die zwei nächsten Fahrten angeblich ausgebucht. Das war richtig schade, denn dann hätten wir noch so einige schöne Ecken von Baden-Baden gesehen. Aber wir sind dann Richtung Parkhaus gegangen um wieder nach Hause zu fahren.
Also alles in allem war es ein schöner Samstag, den wir gemeinsam als Familie verbracht haben. Aber ob wir nochmal nach Baden-Baden kommen, weis ich nicht. Die Klientel in der Stadt ist schon eher hochgestochen und trifft nicht so wirklich unseren Geschmack. Man hat sich teilweise irgendwie fehl am Platz gefühlt. Aber Lina konnte wieder einen neuen Ort besuchen und ihr Reisetagebuch wächst damit weiter an. Das macht mich wirklich stolz.