Kürbisausstellung im Blühenden Barock Ludwigsburg – unser Mama-Tochter-Ausflug

Veröffentlicht am 17. September 2026 um 21:04

In der letzten Sommerferienwoche war das Wetter noch einmal richtig schön und das wollte ich unbedingt ausnutzen. Ich hatte noch Urlaub, während mein Mann leider schon wieder arbeiten musste. Also haben Lina und ich mal wieder einen kleinen Mama-Tochter-Ausflug gemacht. Für uns ging es nach Ludwigsburg ins Blühende Barock zur Kürbisausstellung.

Wir waren schon einige Male dort, allerdings ist unser letzter Besuch tatsächlich schon ein paar Jährchen her. Über Social Media hatte ich vorher schon gesehen, dass die diesjährige Kürbisausstellung in Ludwigsburg unter dem Motto „Let’s Play“ steht. Und ich dachte mir direkt: Das könnte Lina gefallen!

Von Hirsau nach Ludwigsburg brauchen wir ungefähr 50 Minuten. Die Strecke ist für uns also absolut machbar und auch mit Kind noch entspannt. Ganz so früh, wie ich es eigentlich geplant hatte, sind wir an diesem Morgen allerdings nicht losgekommen. Aber gut, manchmal läuft es eben nicht ganz nach Plan. Eigentlich wollte ich auf dem Parkplatz Bärenwiese parken. Als wir in Ludwigsburg ankamen, standen dort allerdings bereits die Parkleitschilder mit dem Hinweis, dass die Parkplätze belegt sind. Und es war gerade einmal halb elf. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Also mussten wir umplanen und sind zu einem nahegelegenen Parkhaus gefahren. Wir haben schließlich in der P2 Akademiehofgarage noch einen freien Parkplatz gefunden. Von dort aus läuft man ungefähr 10 bis 15 Minuten bis zum Eingang des Blühenden Barocks. Rund um das Ludwigsburger Schloss wird aktuell einiges gebaut und mit dem Auto dort unterwegs zu sein, war deshalb nicht unbedingt besonders angenehm. Baustellen sind einfach immer nervig.

An den Kassen war ein bisschen was los, aber zum Glück keine riesige Schlange. Wir mussten nicht lange warten und konnten schon kurz darauf in den Schlossgarten. Und direkt hinter den Kassen beginnt eigentlich schon das, was ich am Blühenden Barock so schön finde. Der Blick auf das Ludwigsburger Residenzschloss. Dazu die wunderschönen Blumen- und Pflanzenbeete, Springbrunnen und akkurat geschnittenen Hecken. Und bei diesem tollen Wetter sah natürlich alles gleich noch einmal schöner aus. Direkt hinter den Kassen entdeckten wir auch schon die erste Kürbisfigur.

Eigentlich kann man sich im Blühenden Barock auch gar nicht groß verlaufen. Wir liefen einfach immer geradeaus Richtung Schloss und folgten den Schildern zum Rundweg. Und dann ging unsere kleine Entdeckungstour auch schon los.

Am Anfang des Rundwegs kommt man zunächst an verschiedenen Imbiss- und Getränkeständen vorbei. Hier kann man sich natürlich schon mit allerlei Leckereien versorgen. Wir sind aber erst einmal weitergelaufen. Der Weg führt irgendwann ein kleines Stück bergab, vorbei an den Vogelgehegen und weiter Richtung Park des Schlosses. Und dann begann für uns die eigentliche Kürbisausstellung. Überall standen Kürbisfiguren. Große Figuren, kleine Figuren und natürlich jede Menge Kürbisse in allen möglichen Formen und Farben. Dazu gab es Stände mit Kürbissen, Kürbisspeisen und allerlei anderen Dingen rund um den Herbst. Das Motto „Let’s Play“ wurde dabei wirklich schön umgesetzt. Für Lina war natürlich jede neue Kürbisfigur ein kleines Highlight. Bei jeder Figur musste erst einmal geschaut, gestaunt und natürlich auch das ein oder andere Foto gemacht werden. Ich finde es immer wieder schön, solche Ausflüge mit ihr zu machen, weil man dabei merkt, wie unterschiedlich wir manchmal Dinge wahrnehmen. Ich sehe vielleicht zuerst die schöne Gartenanlage und die liebevoll gestalteten Kürbisfiguren – Lina entdeckt dafür irgendein kleines Detail, das ich wahrscheinlich einfach übersehen hätte.

Besonders interessant fanden wir eine komplette Ausstellungswand mit den unterschiedlichsten Kürbissorten. Von riesengroß bis winzig klein war wirklich alles dabei. Und das Schöne: Die Kürbisse waren alle mit ihrem Namen und dem jeweiligen Herkunftsland beschriftet. Das fand ich richtig spannend. Man denkt ja oft gar nicht darüber nach, wie viele unterschiedliche Kürbissorten es eigentlich gibt. Für uns war das deshalb tatsächlich ein richtig interessanter Teil der Ausstellung.

Was wir vorher überhaupt nicht wussten: Auf dem Gelände gab es dieses Mal auch einige Murmelbahnen. Und damit hatte Lina natürlich sofort etwas gefunden, das sie richtig toll fand. Ich habe inzwischen sowieso das Gefühl, dass diese Kugel- und Murmelbahnen immer beliebter werden. Egal ob wir in Österreich unterwegs sind oder bei uns in Baden-Württemberg, an immer mehr Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten findet man inzwischen solche Bahnen. Und ich persönlich finde das richtig gut. Gerade für Kinder ist es einfach schön, wenn sie unterwegs nicht nur etwas anschauen, sondern auch selbst etwas ausprobieren können. Und Lina war natürlich begeistert.

Wir sind eigentlich einmal durch die komplette Gartenanlage gelaufen und haben dabei immer wieder neue Kürbisfiguren entdeckt. Und wirklich jedes Mal war Lina aufs Neue begeistert. Irgendwann war es dann aber auch schon Mittag und wir hatten Hunger. Also machten wir eine kleine Pause und holten uns eine Portion Pommes und etwas zu trinken. Einfach kurz hinsetzen, essen und verschnaufen. Danach ging es weiter. Denn die Kürbisausstellung im Blühenden Barock ist nicht das einzige, was man dort entdecken kann.

Nach der Kürbisausstellung landet man automatisch im Märchengarten. Dieser Bereich ist vor allem für Familien mit kleineren Kindern interessant. Dort sind verschiedene Häuser und Räumlichkeiten aufgebaut, die sich jeweils um unterschiedliche Märchen drehen. Es gibt Figuren, die sich bewegen, Geschichten erzählen oder kleine Aktivitäten, bei denen die Kinder selbst mitmachen können. Alles dreht sich um Märchen. Außerdem gibt es eine kleine Bootsfahrt und eine kleine Eisenbahn, mit der die Kinder fahren können. Lina ist inzwischen zwar schon etwas größer, aber natürlich lässt sie sich solche Sachen trotzdem nicht entgehen.

Wenn man am Rapunzelturm vorbeiläuft, kommt man anschließend in einen weiteren Bereich des Schlossgartens. Dort befinden sich historische Fahrgeschäfte. Unter anderem gibt es ein Karussell und eine Cabriolet-Schaukel. Ich finde diese alten Fahrgeschäfte wirklich beeindruckend. Wenn man sich vorstellt, aus welcher Zeit sie stammen und wie beeindruckend und außergewöhnlich solche Fahrgeschäfte damals gewesen sein müssen, ist das schon irgendwie faszinierend. Lina musste natürlich auch mit dem Karussell fahren. Und ich kann es ihr ehrlich gesagt nicht verdenken, denn es sieht wirklich hübsch aus und gehört für mich einfach zum besonderen Charme des Blühenden Barocks. Allerdings muss man wissen, dass die Fahrgeschäfte extra kosten und nicht im Eintrittspreis für das Blühende Barock enthalten sind.

Wir liefen anschließend am Parkcafé vorbei und kamen schließlich im Sardischen Garten an. Und dort haben wir tatsächlich etwas entdeckt, das wir bei unseren früheren Besuchen scheinbar jedes Mal übersehen hatten. Einen Tunnel. Ich weiß gar nicht, wie uns der die ganzen letzten Male entgehen konnte. Wir waren schließlich schon einige Male im Blühenden Barock, aber diesen Tunnel hatten wir bisher tatsächlich noch nie gesehen. Das war irgendwie lustig. So merkt man wieder einmal, dass man selbst bekannte Orte immer noch einmal neu entdecken kann.

Danach machten wir uns langsam wieder auf den Weg Richtung Ausgang. Wir liefen also wieder zurück in Richtung Kassenhäuschen und machten zwischendurch noch einmal eine kleine Pause auf einer Bank. Denn inzwischen war es richtig warm geworden. Und auch Lina war langsam ziemlich müde. Das darf man bei einem Besuch im Blühenden Barock wirklich nicht unterschätzen: Man läuft ganz schön viel. Für mich war die Strecke überhaupt kein Problem, aber für kleinere Kinder kann so ein Tag irgendwann doch ziemlich anstrengend werden. Und anschließend mussten wir schließlich auch noch die 10 bis 15 Minuten zurück zum Parkhaus laufen.

Gegen 15 Uhr waren wir schließlich wieder zu Hause. Und ich muss sagen: Es war ein wirklich wunderschöner Mama-Tochter-Ausflug nach Ludwigsburg. Das Wetter war perfekt, die Kürbisausstellung war richtig schön und Lina war von den vielen Kürbisfiguren total begeistert. Besonders schön fand ich, dass das Thema „Let’s Play“ nicht nur aus den Kürbisfiguren bestand, sondern wir unterwegs auch immer wieder Dinge entdeckt haben, bei denen Lina selbst etwas machen konnte. Und natürlich waren die Murmelbahnen für sie ein kleines Highlight.

Auch wenn wir schon einige Male im Blühenden Barock waren, hat sich der Besuch dieses Mal wieder ein bisschen anders angefühlt. Vielleicht liegt es daran, dass Lina inzwischen älter ist und andere Dinge spannend findet. Vielleicht aber auch einfach daran, dass man selbst bekannte Orte immer wieder neu entdecken kann. Lina hätte übrigens am liebsten am nächsten Tag direkt wieder einen Ausflug dorthin gemacht. Das haben wir natürlich nicht gemacht. Aber ich fand es einfach schön zu sehen, wie begeistert sie von unserem Tag war. Und genau dafür liebe ich unsere Mama-Tochter-Ausflüge. Es müssen gar nicht immer die großen Reisen oder spektakulären Erlebnisse sein. Manchmal reicht ein schöner Sommertag, ein bisschen Zeit miteinander und ein Ausflug zu einem Ort, den man eigentlich schon kennt. Und am Ende nimmt man trotzdem wieder neue Erinnerungen mit nach Hause.